Fenix Family

Kurzüberblick
  • Add-on: Fenix A32X-Serie (A319, A320, A321 – jeweils in mehreren Varianten)

  • Entwickler: Fenix Simulations

  • Simulator: Microsoft Flight Simulator 2020 und seit November 2024 auch offiziell kompatibel mit MSFS 2024

  • Kategorie: High-Fidelity-Airliner / Airbus-A320-Familie

  • Preis: A320 Base £49.99, A319/A321 Expansion £39.99, Bundle £89.98

  • Version (falls bekannt): V2 / Block-2-Generation, laufend weiterentwickelt

  • Gesamtbewertung: 9 / 10

     

Erste Einschätzung

Wenn man über Airbus-Add-ons für den MSFS spricht, ist Fenix immer noch eines der Maßstäblichen. Das Paket richtet sich klar an Leute, die nicht nur „Airliner fliegen“, sondern den Airbus wirklich bedienen wollen: MCDU, Flugführung, EFB, Performance-Setup und Procedures gehören hier dazu. Gerade deshalb ist Fenix kein Wohlfühl-Add-on für fünf Minuten Feierabendflug, sondern eher ein Produkt für Nutzer, die realistisch fliegen möchten.

Mein Eindruck zur gesamten Produktlinie ist deshalb ziemlich klar: Die Fenix-Serie ist stark, aber nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Wer Tiefe und Glaubwürdigkeit sucht, bekommt sehr viel. Wer nur einen unkomplizierten Airbus für kurze Runden möchte, kann sich anfangs auch erschlagen fühlen. Das gilt für A319, A320 und A321 gleichermaßen.

Installation & Einstieg
  • Installation: Die Installation läuft inzwischen über den Fenix-Kundenbereich und den neuen Installer. Nach dem Download startet man die Fenix-App, konfiguriert dort Grundoptionen und startet danach den Simulator.

  • Einrichtung: SimBrief wird über das EFB eingebunden, Navigraph-Navigationdaten können optional über den Navigraph Hub aktualisiert werden. Außerdem empfiehlt Fenix ausdrücklich Kalibrierung, Sensitivity-Setup und Sound-Anpassung nach der Installation.

  • Zusatztools nötig?: Nötig nicht, aber sinnvoll sind SimBrief, optional Navigraph und für viele Nutzer auch GSX. HOPPIE ist verfügbar, aber laut Fenix nicht erforderlich.

  • Einstieg / Lernkurve: Mittel bis hoch. Der Einstieg ist sauber dokumentiert, aber die eigentliche Lernkurve bleibt typisch „Study Level“. Anfänger können einsteigen, brauchen aber Geduld und idealerweise Airbus-Grundwissen.

Realismus & Systeme
  • Flugverhalten: Fenix positioniert die Reihe klar als hochrealistische Airbus-Simulation. Die Produktseite hebt ein sehr tiefes Autoflight-/FMS-Paket mit lateraler und vertikaler Führung, RNAV/RNP-AR-Fähigkeiten und komplexer Routenlogik hervor. Das ist deutlich mehr als „Autopilot an und gut“.

  • Systeme: Schon das Basispaket enthält den A320 in CFM- und IAE-Variante, die Expansion ergänzt A319 und A321 ebenfalls mit CFM und IAE. Die Sharklet-Varianten wurden später als Update ergänzt. Dadurch ist die Produktlinie inzwischen angenehm breit und deckt viele reale Airline-Setups ab.

  • Einschränkungen: Trotz des sehr hohen Niveaus ist Fenix nicht völlig „plug and play“. Gerade externe Tools oder bestimmte MSFS-Eigenheiten können Probleme verursachen, etwa mit Toolbar Pushback oder Default-Ground-Services. Das ist kein Totalschaden, aber man merkt: Hier steckt viel Systemtiefe drin, und die will gepflegt werden. 

  • Vergleich zu ähnlichen Add-ons: Gegenüber einfacheren oder kostenloseren Airbus-Lösungen wirkt Fenix deutlich erwachsener in Systemtiefe, Variantenvielfalt und Gesamtpaket. Der Unterschied liegt weniger im „Kann fliegen“ als im Wie detailliert und glaubwürdig sich der Flug anfühlt. Für Einsteiger ist das ein Plus, wenn sie lernen wollen, und ein Minus, wenn sie nur sofort loslegen möchten.

Performance & Stabilität
  • FPS: Fenix ist heute besser aufgestellt als in den frühen Versionen, aber es bleibt ein anspruchsvolles Airliner-Add-on. Fenix selbst dokumentiert weiterhin spezielle Performance-Probleme, etwa Stottern oder Hänger beim Aufsetzen durch Standard-Bodenservices oder starke Einflüsse durch inkompatible Zusatztools.

  • Bugs: Der große Vorteil ist, dass Fenix Probleme recht offen dokumentiert und aktiv an Updates arbeitet. Der Nachteil: Man merkt daran auch, dass es in komplexen Setups weiterhin Randfälle gibt. Das ist bei High-End-Airlinern nicht ungewöhnlich, aber man sollte es wissen. 

  • Stabilität: Im normalen Betrieb ist die Serie insgesamt solide, aber nicht narrensicher. Wer viele externe Tools, aggressive Mods oder exotische Konfigurationen nutzt, sollte mit Troubleshooting rechnen. 

  • Online-Netzwerke (IVAO/VATSIM): Für Online-Flieger ist Fenix sehr attraktiv, gerade wegen der Tiefe bei Flugplanung, EFB, ACARS/HOPPIE-Optionen und Airbus-Workflows. Das passt deutlich besser zu strukturiertem Online-Betrieb als ein simpleres Add-on. 

Immersion (Grafik & Sound)
  • Cockpit: Das Cockpit gehört klar zu den Stärken. Fenix betont auf den Produktseiten die offiziell lizenzierte Airbus-Umsetzung und einen hohen visuellen Anspruch; spätere Updates haben zusätzlich an Details, LODs und Varianten gearbeitet.

  • Außenmodell: Mit A319, A320, A321, mehreren Triebwerksvarianten und Sharklets ist die Flotte inzwischen nicht nur technisch, sondern auch optisch deutlich vollständiger als früher. Für Airline-Fans ist das ein echter Mehrwert.

  • Sound: Fenix hat die Soundkulisse mehrfach überarbeitet; in den Update-Hinweisen werden neue bzw. verbesserte Aufnahmen und Feinarbeit an den Triebwerkscharakteristika explizit erwähnt. Das merkt man gerade dann, wenn man zwischen CFM und IAE Wert auf Unterschiede legt.

  • Gesamtgefühl: Genau hier spielt Fenix seine Klasse aus. Das Add-on vermittelt nicht nur „Airbus-Optik“, sondern insgesamt einen glaubwürdigen Airline-Betrieb. Es fühlt sich eher wie ein komplettes Flugzeugprojekt an als wie ein hübsches Modell mit brauchbarem FMC. 

 Vorteile
  • Sehr hohe Systemtiefe mit glaubwürdigem Airbus-Workflow.

  • Inzwischen breite Produktpalette: A319, A320, A321 plus CFM/IAE und Sharklets. 

  • Gute Weiterentwicklung, offizielle Support-Dokumentation und MSFS-2024-Kompatibilität ohne Neukauf für Bestandskunden. 

Nachteile
  • Für Anfänger nicht wirklich „einfach mal nebenbei“. Die Lernkurve ist spürbar. 

  • Performance und Stabilität hängen stärker als bei einfacheren Add-ons von sauberem Setup und kompatiblen Tools ab. 

  • Preislich im Premium-Bereich, besonders wenn man die komplette Familie möchte.

Für wen geeignet?
  • Anfänger: Bedingt geeignet. Wer ernsthaft Airbus lernen will, bekommt hier ein sehr gutes Lernfeld. Wer nur stressfrei Airliner fliegen möchte, sollte mit dem A320 allein anfangen oder erst etwas Einfacheres nutzen.

  • Fortgeschrittene: Sehr gut geeignet. Genau hier spielt Fenix seine größte Stärke aus.

  • Profis: Ebenfalls sehr gut geeignet. Nicht perfekt in jedem Detail und nicht frei von Simulator-Zicken, aber insgesamt eine der überzeugendsten Airbus-Optionen im MSFS.

Fazit

Soll man Fenix kaufen? Ja – in den meisten Fällen schon.
Aber mit einer wichtigen Einschränkung: Kaufen, wenn du Tiefe willst. Nicht kaufen, wenn du Bequemlichkeit willst.

Das A320-Basispaket ist für viele die sinnvollste Einstiegsoption. Es ist günstiger, bereits sehr umfangreich und zeigt sofort, ob dir der Fenix-Ansatz liegt. Die A319/A321-Erweiterung lohnt sich vor allem dann, wenn du gezielt mehr Airline-Profile, mehr Streckenflexibilität und mehr Variantenvielfalt haben willst. Preislich ist das fair, aber eben nicht billig.

Meine ehrliche Empfehlung lautet deshalb so:

Kaufempfehlung für Fortgeschrittene und ambitionierte Einsteiger.
Eingeschränkte Empfehlung für absolute Anfänger.
Klare Empfehlung für Airbus-Fans, die eine komplette CEO-Familie im MSFS wollen.

 

Detailbewertung
  • Realismus: 9.5 / 10

  • Performance: 7.5 / 10

  • Immersion: 9 / 10

  • Preis-Leistung: 8.5 / 10

     

Unterm Strich ist Fenix für mich eine der besten Airbus-Kaufoptionen im Microsoft Flight Simulator, aber eben kein Casual-Add-on. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, bekommt sehr viel Flugzeug für sein Geld.

Erstellt mit Hilfe von ChatGPT

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